Prophylaxe für Kinder
1. Prophylaxe schon für Kinder?
Die prophylaktischen Maßnahmen, die speziell Kinder betreffen,
reichen vom richtigen Verhalten der Mutter in der Schwangerschaft
über Maßnahmen im Säuglingsalter bis hin zu erzieherischen
Richtlinien bezüglich zahngesunder Ernährung und sinnvoller
Mundhygiene. Bereits mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne
beginnt die bakterielle Besiedelung ihrer Oberflächen. Bei
unzureichender Pflege sowie falscher Ernährung steigt das Risiko
einer kariösen Zerstörung der Zähne mit jedem weiteren
Lebensjahr deutlich an.
Die Hauptbedeutung der Prophylaxe liegt darin, die Kinder im spielerischen
Umgang an den Zahnarztbesuch zu gewöhnen und ihnen schon in
frühen Jahren die Bedeutung der Zahnpflege und Mundhygiene
nahe zu bringen. In dieser Zeit wird der Grundstein für zukünftiges
Verhalten bezüglich der Zahnpflege gelegt.
Der erste Zahnarztbesuch für Kinder sollte nach dem vollständigen
Durchbruch der Milchzähne erfolgen, also im Alter von ca. zwei
Jahren. So wird vermieden, dass Kinder Angst vor dem Zahnarztbesuch
entwickeln. Suchen Eltern mit Ihrem Kind die Praxis erstmalig auf,
wenn bereits Schmerzen bestehen und eine Behandlung zwingend nötig
wird, ist dies häufig die Ursache für Angst vor dem Zahnarzt.
Zwar werden die Milchzähne ca. ab dem 6. Lebensjahr durch
die bleibenden Zähne ersetzt. Ein vorzeitiger Verlust der Milchzähne,
die als Platzhalter für die Zähne des bleibenden Gebisses
dienen, bleibt jedoch selten folgenfrei. Denn nun gerät die
Reihenfolge des Zahnwechsels durcheinander, eine später kieferorthopädische
Behandlung ist vorprogrammiert.
Geben Sie Ihrem Kind die Chance, kariesfrei in sein Leben zu starten!
2. Wie wird die Prophylaxe bei meinem Kind
durchgeführt?
Viele Kinder kommen mit Ihren Eltern in unsere Praxis. Da den meisten
von Ihnen das Beisein der Eltern etwas unangenehm ist, beginnt die
Prophylaxe meist ohne die Eltern. Nach einem kurzen Kennenlerngespräch
verschafft sich unsere zahnmedizinische Prophylaxeassistentin einen
Überblick über die vorhandenen Zähne und deren Pflegezustand.
Zu Beginn färbt sie mit einer speziellen Lösung die Zahnbeläge
an, die nun sichtbar werden. Nun kann auch Ihr Kind die Plaque sehen
und erkennt, wo zukünftig besser geputzt werden muss. Dann
wird gemeinsam eine Putztechnik geübt, die auf Ihr Kind abgestimmt
ist. Abschließend erfolgt die Endpolitur sowie zum nachhaltigen
Schutz vor Karies eine Fluoridierung aller Zähne. Zur Kinderprophylaxe
gehört auch die Versiegelung aller bleibenden Seitenzähne.
Dabei werden die Kauflächen gesäubert und im Anschluss
mit einem fließfähigen Kunststoff versiegelt. So werden
die z.T. sehr ausgeprägten und einer Reinigung kaum zugänglichen
Vertiefungen (Fissuren) dieser Zähne dauerhaft vor Karies geschützt.
Ein optimiertes Vorgehen bei der Versiegelung stellt der zusätzliche
Einsatz eines Lasers dar. Darüber erfahren Sie hier
mehr.
In einer Folgesitzung wird die Putztechnik kontrolliert und auf
eventuell noch vorhandene Schwachstellen hingewiesen.
3. Was kostet die Prophylaxe für mein Kind?
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für
prophylaktische Leistungen zweimal pro Jahr, allerdings nur für
Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr. Danach fallen diese
Leistungen vollständig aus dem Leistungskatalog. Privat Versicherte
erhalten die Kosten für eine PZR in vollem Umfang erstattet.
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