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Funktionsanalyse

 

1. Was bedeutet Funktionsanalyse?

Ca. 70% aller Deutschen leiden unter chronischen Schmerzen wie etwa Migräne, Nackenverspannungen, Halswirbelblockaden, Schwindel, Tinnitus, unklaren Kopf- und Gesichtsschmerzen. Ungefähr jeder zweite Leidensfall ist auf einen falschen Biss zurückzuführen. Umgekehrt beeinflussen Fehlhaltungen und Störungen der Körperstatik über die Muskulatur auch die Bisslage.

Die zahnärztliche Funktionsanalyse beschäftig sich mit diesen Zusammenhängen zwischen einer falschen Bisslage und den daraus resultierenden Beschwerden. Wenn die konsultierten Ärzte nur das Beschwerdebild behandeln, haben die Betroffenen oft einen langen Leidensweg hinter sich, bis sie dann – häufig durch Zufall – bei einem funktionsanalytisch ausgebildeten Zahnarzt endlich Hilfe finden.

 

2. Fünf Fragen an Sie

Die Beantwortung unseres Fragenkataloges kann Ihnen Klarheit darüber verschaffen, ob Sie eventuell auch zu den Betroffenen gehören:

  • passen Ihre Zähne nicht richtig aufeinander?
  • vernehmen Sie beim Öffnen oder Schließen des Mundes Knack- oder Reibegeräusche?
  • sind die Bewegungen des Unterkiefers eingeschränkt oder schmerzhaft?
  • reagieren Ihre Zähne sehr empfindlich auf Temperaturreize, Süßes oder Saures?
  • haben Sie morgens nach dem Aufwachen im Bereich des Gesichtes Verspannungen bzw. schmerzen Ihre Zähne, und klingen diese Beschwerden im Laufe des Vormittags oder des Tages ab?

Wenn Sie einem oder mehreren Punkten zustimmen, sollten Sie einen funktionsanalytisch tätigen Zahnarzt zu Rate ziehen.

 

3. Wie entstehen diese Beschwerden?

Ursache sämtlicher Symptome ist der Verlust der uns von Natur aus mitgegebenen neutralen Bisslage. Dies heißt, dass alle Seitenzähne des Ober- und des Unterkiefers beim Zubeißen gleichzeitigen und symmetrischen Kontakt aufweisen. Durch nicht passende Füllungen, Kronen, Bücken oder eine erfolglose kieferorthopädische Behandlung kann diese Symmetrie gestört werden. Dabei können auch geringste Störungen des Systems zu massiven Beschwerden.

 

4. Wie wird eine Funktionsanalyse durchgeführt?

Die Analyse ist in einen manuellen und einen instrumentellen Teil untergliedert. Die manuelle Untersuchung wird am Patienten durchgeführt und beurteilt die relevanten biologischen Strukturen: das Kiefergelenk, die Gelenkkapsel und –bänder, die Muskulatur sowie die Zähne.

Der instrumentelle Teil untersucht das Zusammenspiel von Ober- und Unterkieferzähnen sowie die Bisslage mit Hilfe von Gipsmodellen in einem Artikulator. Dieses Gerät simuliert die Bewegungen des Unterkiefers.

Anhand der Untersuchungsergebnisse fertigen wir eine Aufbissschiene an, die auf die Zahnreihe eines Kiefers gesetzt wird, jedoch jederzeit herausnehmbar ist. Sie imitiert die natürliche Bisslage. Regelmäßiges Tragen der Schiene führt zügig zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden.

 

5. Und wie geht es weiter?

Wenn sich Ihr Befinden dauerhaft stabilisiert hat, wird die Schienenposition entweder durch Einschleifen des natürlichen Gebisses oder einen neuen Zahnersatz übertragen. Danach ist die Schiene überflüssig.

Übrigens: wenn bei Ihnen umfangreicher Zahnersatz geplant wird, ist eine Funktionsanalyse im Vorfeld – selbst wenn Sie beschwerdefrei sind – angeraten. Sie gibt uns die Sicherheit, dass Ihre neuen Zähne Ihnen nur Freude bereiten, und keine Schmerzen!

Die Funktionsanalyse ist ein komplexes Verfahren, wird nur in spezialisierten Praxen durchgeführt und unter Laien weithin unbekannt. Wir können hier nicht alle Aspekte darstellen, beantworten Ihnen aber gerne alle offenen Fragen persönlich.

 

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